Ob eine Formulierung auf Wasser- oder Öl-Basis aufgebaut ist, hat weniger mit dem Hautgefühl zu tun – und alles mit den Inhaltsstoffen. Denn Wirkstoffe brauchen die richtige Umgebung, um stabil zu bleiben und ihre Wirkung auf der Haut entfalten zu können.
Einige Inhaltsstoffe – wie zum Beispiel Hyaluronsäure, Niacinamid oder Panthenol – sind wasserlöslich. Das heißt: Sie lassen sich nur in einer wässrigen Phase sinnvoll einarbeiten.
Andere Wirkstoffe hingegen, etwa Retinol, bestimmte Vitamine (z. B. Vitamin E) oder fettlösliche Pflanzenextrakte, sind nicht wasserlöslich. Sie brauchen ein Öl oder Lipide als Trägerstoff, um in die Haut zu gelangen – und um dort wirksam zu werden.
Die Wahl zwischen Wasser oder Öl hat also in erster Linie mit der Wirkstoffchemie zu tun. Eine Formulierung ist immer darauf ausgelegt, die enthaltenen Wirkstoffe bestmöglich zu transportieren – und das geht nur, wenn sie in der jeweiligen Basis löslich sind.
Kurz gesagt: Ob ein Produkt Wasser oder Öl als Basis hat, entscheidet welche Wirkstoffe überhaupt stabil und wirksam formuliert werden können.
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